In vielen Branchen gehören Leitern und Gerüste zu den täglichen Arbeitsmitteln. Um Unfälle mit diesen Arbeitsmitteln zu vermeiden und den rechtlichen Vorgaben gerecht zu werden, wurden zum Anfang des Jahres die Technischen Regeln (TRBS 2121) überarbeitet und angepasst.

Unfälle durch Absturz bedrohen nicht nur Leib und Leben, sondern verursachen auch hohe wirtschaftliche Schäden für das Unternehmen. Neben einer generellen Schadensregulierung schlagen immer wieder lange Ausfallzeiten verunfallter Mitarbeiter negativ zu Buche. Daher gilt nach der neuen TRBS 2121, Leitern und Gerüste nicht mehr ohne technische Schutzvorrichtung zu benutzen!

Parallel sind situationsgerechte und aktuelle Gefährdungsbeurteilungen sowie geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen für das Arbeiten in der Höhe unerlässlich. Beschäftigte müssen dazu regelmäßig unterwiesen werden und sollten für die Absturzrisiken – auch bei geringen Arbeitshöhen – sensibilisiert sein. Ein kritischer Blick auf das Arbeitsumfeld, die richtige Auswahl der persönlichen Schutzausrüstung sowie die Verwendung sicherer Arbeitsmittel können dann das Unfallrisiko erheblich senken.

 

Neue Technische Regeln für Leitern

  • Gefährdungsbeurteilung (GBU) erstellen und prüfen: Gibt es Alternativen zur Leiter, die mehr Sicherheit bieten?
  • Welche Leiter ist für die zu meisternde Aufgabe geeignet?
  • Ist die Leiter Arbeitsplatz oder Verkehrsweg?
  • Für das Arbeiten auf Leitern gilt: „Stufe statt Sprosse“.
  • Vom Leiterhersteller mitgelieferte Anbauteile beim Einsatz immer verwenden.
  • Kontrolle vor jedem Einsatz, regelmäßige Prüfung schriftlich festhalten.

 

Neue Technische Regeln für Gerüste

  • Gerüstzugang mit Aufstiegshöhe über fünf Metern oder besonderen Gefährdungen ohne Leitern per Treppe, Aufzug oder Transportbühne (Ausnahme bei Einfamilienhäusern)
  • Oberste Gerüstlage vor Betreten mindestens mit einteiligem Seitenschutz oder Montagesicherungsgeländer absichern (bei durchgehender Gerüstflucht)
  • Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) nur, wenn technische Sicherung nicht möglich ist, Anschlagpunkte vorhanden sind, Rettungskonzept erstellt und geübt wurde
  • Gerüstersteller stellt Nutzer des Gerüstes Gebrauchsplan zur Verfügung
  • Funktionskontrolle durch Fachkundige

 

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Gefährdungsbeurteilung - Arbeitsmittel und Anlagen

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