Tagtäglich lesen oder hören wir, dass die Belastbarkeit der natürlichen Ressourcen in den letzten Jahren besonders stark zugenommen hat und in einigen Fällen an ihre Grenzen stößt. Die Weltbevölkerung wächst stetig und ist untrennbar verbunden mit einem permanent steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln, Konsum- und Wohlstandsgütern. Demgegenüber geht dabei die Verfügbarkeit von elementaren Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas, Erzen oder Wasser weiter zurück. Vor allem industrielle Prozesse erfordern oft einen großen Energieeinsatz, speziell an Wärme und mechanischer Energie. Beides wird überwiegend mittels Elektrizität und Brennstoffen zur Verfügung gestellt. Die Notwendigkeit eines effizienteren Umgangs mit Ressourcen rückt deshalb in allen Industriezweigen und Lebensbereichen immer stärker in den Fokus. Denn die Vielfalt der industriellen Prozesse eröffnet gleichzeitig eine Fülle von Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung.

Im Besonderen kann ein professionelles Energiemanagement Unternehmen dabei helfen, den Energieverbrauch zu analysieren und Einsparpotentiale zu identifizieren. Die Einführung eines Energiemanagement-Systems bringt aber auch finanzielle Vorteile – zum Beispiel bei der Steuerersparnis. Die Energieverbrauchsdatenerfassung spielt dabei eine zentrale Rolle. Denn die erfassten Energiedaten sind zwingend erforderlich, um einen Spitzenausgleich nach § 55 Energie- und § 10 Stromsteuergesetz zu beantragen und damit Stromsteuern einsparen zu können. Arbeitet ein Unternehmen dabei auf einer normativen Grundlage, sind sowohl die Datenerfassung als auch das Aufspüren von Einsparpotentialen methodisch bestens geregelt und können erfolgreich umgesetzt werden. Dafür gilt ab dem 21. Februar 2020 die neue Norm DIN ISO 50001:2018, die diesem Ansatz noch besser gerecht wird und dafür nunmehr an das Energiemanagement konkretere Anforderungen als bisher stellt. Unternehmen können nun ihre energiebezogene Leistung gegenüber einer Ausgangsbasis nachweisbar machen, immer wieder verbessern und durch Zertifizierungsgesellschaften überprüfen lassen.

 

In drei Schritten Stromsteuer einsparen

1. Schritt: Erfassung der Energieströme und Energieträger.
Zunächst sollte sich das Unternehmen informieren, wie und welche Daten erhoben werden müssen. Hier können digitale Mess- und Regelkonzepte bei der Erfassung und Kontrolle der Daten helfen.

2. Schritt: Analyse der Energiedaten und Ermittlung wichtiger Kennwerte.
Durch die Erhebung genauer Kennzahlen gewinnt das Unternehmen wichtige Erkenntnisse zum Energiehaushalt und kann somit weiteres Energieeinsparpotential erkennen.

3. Schritt: Dokumentation der verbrauchten Energie in den Anlagen, Maschinen und Geräten.
Für eine Energieverbrauchsdatenerfassung bieten sich sogenannte Datenlogger an. Sie sind nützliche Instrumente für Unternehmen, die ihren Energieverbrauch gemäß Energiemanagement-Richtlinien überwachen und ermöglichen die Aufnahme von analogen und digitalen Signalen zur Zwischenspeicherung der Messdaten.    

Unsere Seminare zum Thema Energiemanagement

Grundlehrgang: Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001

Fortbildungslehrgang: Energiemanagement  

Energiemanagementbeauftragter (TÜV®)  

Workshop: Neuerungen der DIN EN ISO 50001:2018 – Revision im Überblick

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