Zerstörungsfreies Prüfen - ZfP-Seminare

Zerstörungsfreie Prüfung: Fehler finden – Schäden vermeiden

Zerstörungsfreie Prüfverfahren (ZfP) gewinnen in der industriellen Fertigung und Instandhaltung immer mehr an Bedeutung, denn die ökologischen Vorteile im Gegensatz zu einer zerstörenden Prüfung (ZP) sind offensichtlich. Durch Verwendung moderner physikalischer Messtechniken und Nutzung von Energiewechselwirkungen ist es möglich, die Qualität des Werkstoffs/Materials zu prüfen, ohne das Prüfstück selbst zu beschädigen – die eingesetzte Energie darf den Werkstoff nicht verändern.

Zur Gewährleistung einheitlicher Prüfverfahren definieren einschlägige Normen hohe Anforderungen an das Prüfpersonal. So regelt die DIN EN ISO 9712, dass Prüfer von sicherheitsrelevanten Anlagen und Werkstoffverbindungen über eine anerkannte Zertifizierung verfügen müssen. Für Personal, welches zerstörungsfreie Prüfungen an dauerhaften Verbindungen von Druckgeräten durchführt, ist die Personalzertifizierung gemäß Europäischen Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU (bisher 97/23/EG) unerlässlich. 

Die Gültigkeit von Zertifizierungen erstreckt sich über verschiedene Produktbereiche:

    • Gussstücke (c)
    • Schmiedestücke (f)
    • Nahtlose Rohre (w)
    • Schweißverbindungen (t)
    • Walzerzeugnisse (wp)

Sowie verschieden Sektoren:

    A Herstellung
    B Dienstleistungsprüfung bei Fertigung und Instandhaltung, einschließlich Herstellung

Im Bereich der Zerstörungsfreien Werkstoffprüfung stehen verschiedene Verfahren zur Untersuchung von Materialien und Verbindungen zur Verfügung. Die Sichtprüfung (VT – visual testing) und die Farbeindringprüfung (PT – penetration testing) werden bereits weltweit eingesetzt, aber auch die Durchstrahlungsprüfung, die Magnetpulverprüfung und die Ultraschallprüfung sind gängige Inspektionstechniken der Materialprüfung.

Verfahren der Zerstörungsfreien Prüfung

Durchstrahlungsprüfung
Die Durchstrahlungsprüfung bzw. Röntgenprüfung ist ein Verfahren der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung bei welchem physikalische Effekte am zu prüfenden Werkstoff in Bilder umgewandelt werden. So werden Materialunterschiede mit Hilfe von Röntgen- oder Gammastrahlung auf einem Röntgenfilm abgebildet.
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Farbeindringprüfung (PT - penetrant testing)
Bei dieser Art der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung werden die Kapillarkräfte von feinen Oberflächenrissen und Poren genutzt, um diese sichtbar zu machen. Die Farbeindringprüfung findet vorwiegend Anwendung bei der Prüfung von Schweißverbindungen, Gussteil- und Massenproduktion und Turbinenbestandteilen.
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Magnetpulverprüfung
Die Magnetpulverprüfung - als ein Verfahren der zerstörungsfreien Prüfverfahren - wird zum Nachweis von Rissen in oder nah der Oberfläche von ferromagnetischen Werkstoffen genutzt. Dieses Verfahren ist nur zur Lokalisation von Materialfehlern bis zu einer gewissen Tiefe einsetzbar.
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Sichtprüfung (VT - visual testing)
Bei der Sichtprüfung werden oberflächenbezogene Qualitätsmerkmale gefunden und bewertet. Hierzu werden Gestaltabweichungen oder Abweichungen in der Oberflächenbeschaffenheit eines Produktes mit dem menschlichen Auge oder unter Nutzung optischer Hilfsmittel (z. B. Lupe, Mikroskop, Endoskop etc.) ermittelt.
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Ultraschallprüfung 
Die Ultraschallprüfung gehört zu den zerstörungsfreien Prüfverfahren und ist ein akustisches Verfahren zum Auffinden von Materialfehlern. Mit Hilfe dieses ZfP-Verfahrens lassen sich Bauteile auch im verbauten Zustand prüfen.
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Ihr Weg zum Prüfer für zerstörungsfreie Prüfverfahren

Um die Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit von Produkten zu gewährleisten, bietet die zerstörungsfreie Materialprüfung Möglichkeiten zu zuverlässigen Prüfaussagen. Nur speziell ausgebildetes und entsprechend zertifiziertes Fachpersonal darf diese Prüfungen vornehmen und ist in der Lage, die Ergebnisse zu beurteilen.

Die hierfür notwendige Qualifikation kann nur in einem anerkannten Kurs, welcher theoretisches und praktisches Wissen in dem jeweiligen ZfP-Verfahren vermittelt, erlangt werden. In der praktischen Abschlussprüfung muss der Teilnehmer die Vertrautheit sowie die Fähigkeit zur Durchführung des Prüfverfahrens unter Beweis stellen. Zertifikatsinhaber müssen die von der Zertifizierungsstelle veröffentlichen berufsethischen Regeln befolgen und sich einer jährlichen Sehfähigkeitsüberprüfung unterziehen.

Voraussetzungen für den Erfolg des formgebundenen Zertifizierungsantrags bei einer akkreditierten Stelle sind

  • erste Berufserfahrungen in der Durchführung von Werkstoffprüfungen
  • Teilnahme an einem anerkannten Kurs zu den betreffenden Prüfverfahren.

Unsere ZfP-Seminare

Gern geben wir Ihnen für erforderliche Qualifizierungen die nötige Unterstützung.

Qualifizierung VT 1 + 2 (Sichtprüfung)

Rezertifizierung VT 1 + 2

Qualifizierung PT 1 + 2 (Farbeindringprüfung)

Rezertifizierung PT 1 + 2

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